Mittwoch, 10. März 2010

Parlamentswahl in Birma









In Birma soll soll es nach 20 Jahren wieder Parlamentswahlen geben.
Wer jetzt glaubt na das ist doch mal ein Fortschritt, muss sich leider eines bessern belehren lassen. Die herrschende Junta macht natürlich auch die Wahlgesetze. Die Nationale Liga für Demokratie (NLD) soll erstmal ihre die Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi aus der Partei ausschließen, um überhaupt zu den Wahlen zugelasen zu werden. Die haben da mal schnell ein "Gesetz" erlassen, das niemand der eine Gefängnisstrafe verbüßt hat an den Wahlen teilnehmen darf. Suu Kyi ist die Vorsitzende der NLD und hat die letzten 14 Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest verbracht. Die letzte Wahl 1990 hat die NLD klar gewonnen, aber die Junta hat die Wahlen nicht anerkannt.
Das ganze ist ein Schlag ins Gesicht der NLD und von freien Wahlen kann nicht die Rede sein.
Die "Wahlen" soll im Oktober oder November statt finden. Gleich wie die Wahlen verlaufen behält sich die Junta wichtige Regierungpositionen und ein Viertel der Parlamentssitze vor.
Man kann also davon ausgehen das sich nichts ändern wird, jedenfalls nicht zum bessern.

Kleiner Gedankenanstoß: Versucht euch mal vorzustellen wie lange 14 Jahre Gefängnis in Birma sind, unter der Fuchtel dieser Militärjunta. Wie lange 20 Jahre ohne Wahlen sind.
zum Vergleich: Helmut Kohl hat Deutschland 18 Jahre regiert und das kam mir schon wie eine Ewigkeit vor.
Überlegt mal was ihr vor 20 Jahren gemacht habt und jetzt sagt mir das ihr euch nicht alt vorkommt ;)